Notüberläufe müssen zur effektiven Ableitung des Wassers richtig angeordnet werden, um eine Überlastung der Entwässerungssysteme zu verhindern. Die korrekte Berechnung dieser Entwässerungselemente bietet dafür die Grundlage.
Wenn Flachdächer nicht richtig entwässert werden, können die Folgen verheerend sein: Von der durchfeuchteten Wand bis hin zum eingestürzten Dach reichen die möglichen Schäden. Abhilfe schaffen Notentwässerungssysteme. Im Falle eines außergewöhnlich starken Niederschlags zum Beispiel dienen Notentwässerungen dazu die große Regenmenge verlässlich abzuführen. Neben den vorgeschriebenen zwei Entwässerungselementen (entweder zwei Abläufe, Gullys oder Speier) macht es deshalb Sinn vermehrt Notentwässerungen vorzusehen. Bei einer Überlastung der primären Entwässerungsebene beziehungsweise eines Ausfalles (z.B. durch Verstopfung) leiten sie das Wasser sicher ab. Aus diesem Grund sollten auch bei mehreren Abläufen pro Dachfläche seperate Notenwässerungen eingesetzt werden. Es gibt ebenso die Möglichkeit die Entwässerung über Abläufe mit Anstauringen sicherzustellen. Die gebräuchlichere Methode stellt jedoch die Anordnung von Notüberlaufspeiern dar. Diese entwässern im Notfall über die Fassade. Neben den standardmäßig runden Notüberläufen gibt es neue rechteckige Formen, welche ein Vielfaches der Wassermenge ableiten können. Die Notüberläufe in Rechteckform sind von AMANN die DachMarke kurzfristig in jeder beliebigen Breite lieferbar, sowie zum Anschluss an TPO, PVC und Bitumen erhältlich. Bei allen Rechteckformen wurde die Entwässerungsleistung tatsächlich geprüft und basiert nicht, wie teilweise üblich, auf theoretischen Rechenwerten.
Die Anordnung der Notüberläufe sollte anhand der errechneten Anstauhöhe der Gullys beziehungsweise der Abläufe erfolgen. Hintergrund dafür ist, dass die Entwässerungselemente und Leitungen anhand der Regenspende dimensioniert sind. Steigt die Anstauhöhe mehr als berechnet so erhöht sich in Folge der hydraulische Druck und die Entwässerung wird überlastet. Um jegliches Risiko zu vermeiden, sollte die Unterkante der Notüberlaufspeier optimalerweise der berechneten Anstauhöhe der Dachentwässerung entsprechen.
