Flachdach

Moderne Dächer mit hochwertigen Abdichtungsbahnen erreichen eine Lebensdauer von über 30 Jahren. Dies fordert einerseits die ÖNorm B 3691 und ist bei Sucoflex auch unabhängig belegt.Flachdächer sind weit besser als ihr Ruf! Sie bieten neben den architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten wertvolle Nutzungsvorteile für begeh- und befahrbare Flächen oder für Dachbegrünungen. Das Dach ist andererseits der vom Umfeld am stärksten beanspruchte Teil des Gebäudes. Entsprechend hoch sind die Belastungen für das Abdichtungsmaterial. Extreme Witterungs- und Umwelteinflüsse beschleunigen den Alterungsprozess noch zusätzlich. Die beste Perspektive für eine lange Lebensdauer bietet nur eine fundierte Wahl des Dachsystems, der Produktmaterialien, sowie eine sehr sorgfältige Planung und Ausbildung aller Details.

Das bekieste Flachdach stellt die einfachste Form bezüglich Nutzung und Gebrauch dar. Bekieste Flachdächer sind beschränkt begehbar für Kontroll- und Unterhaltsarbeiten. Die 60 mm starke Kiesschicht schützt die Dachhaut vor Windsog und vor extremen Witterungseinflüssen wie beispielsweise Hagel.

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Durch die Summe ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Vorzüge leisten Gründächer einen wichtigen Beitrag zur zukunftsweisenden nachhaltigen Architektur. Die Möglichkeiten reichen von der Extensivbegrünung als ökologischer Schutzbelag und Retentionsfläche oder Dachbegrünung in Verbindung mit Photovoltaik und Sicherheitseinrichtungen.

Vorteile von Dachbegrünungen

  • Wasserrückhalt – 50-90% der Niederschläge als Retention
  • Kleinklimaverbesserung – Kühleffekt im Sommer und Wärmedämmung
  • Verlängerung der Dachlebensdauer (bis zu 1/3 längere Nutzungsdauer)
  • Bindung von Staub und Schadstoffen
  • Schallschutz – Schalldämmung bis zu 8 dB
  • erweiterter Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen
  • Verwendung von Recyclingmaterialien

Aufbau eines Gründaches (generell)

  • wurzelfeste Abdichtung oder Wurzelschutzfolie (FLL Prüfung)
  • Schutzlage (Vlies, Gummigranulat, …) 
  • Drainage und Wasserspeicherschicht mit Filterschicht
  • Vegetationstragschicht – Substrat ab 6 cm stärke
  • Bepflanzung – z.B. Sedum

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Eine intensive Dachbegrünung lässt sich mit dem Aufbau eines Gartens auf einem Dach vergleichen. Diese Dächer sind meist multifunktional und zugänglich. Eine intensive Begrünung erfordert mehr Gewicht und einen höheren Systemaufbau. Die Wartung hat regelmäßig zu erfolgen und hängt von der Gestaltung und den gewählten Pflanzen ab. Dabei sind, in Abhängigkeit der Schichtdicke, nahezu alle Pflanzen möglich.

Im Gegensatz zu Dachbegrünungen, die den Wasserabfluss durch die Speicherfähigkeit verzögern beziehungsweise zurückhalten, muss bei Gehbelägen auf Dachflächen der größte Anteil an Niederschlagswasser auf der Oberfläche abfließen. Entwässerungspunkte müssen so geplant werden, dass sie eine Entwässerung auf zwei Ebenen erlauben: Der Drainageebene und der Oberfläche/Belagsebene.

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Die thermisch relevante Dämmung befindet sich jedoch wie im Warmdach üblich unterhalb der Wärmedämmung. Rauminnenseitig ist ebenfalls eine Dampfsperre erforderlich.Das Plusdach vereint die positiven Eigenschaften eines Warmdaches mit denen eines Umkehrdaches. Wie beim Umkehrdach liegt auch hier die Dachabdichtung geschützt unter einer Wärmedämmung. Diese besteht normalerweise aus XPS und hat die Aufgabe die Dachabdichtung zu schützen. Dadurch wird der Aufbau gerne bei belasteten Dachaufbauten (Terrassen, Dächer mit Anlagen, etc) verwendet.

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Dächer ohne Schutz- und Nutzschicht eignen sich vor allem bei Leichtdächern auf Industriegebäuden. Die fehlende Schutz- und Nutzschicht bewirkt, dass cirka 100 kg/m2 Dachauflast eingespart werden kann. Abdichtungssysteme sind mit der Tragkonstruktion kraftschlüssig so zu verbinden, dass sie die zu erwartenden Windlasten aufnehmen können. Bei geschraubten Konstruktionen erfolgt die Einplanung der Befestiger in den verschiedenen Dachbereichen (Fläche, Randbereich, Eckbereich) um die Windlasten entsprechend aufzunehmen. Geklebte Konstruktionen sind vollflächig mit dem Untergrund verbunden.

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Vorgaben im Landschaftsschutz und die moderne Architektur verlangen immer öfters nach einer dunklen Dachabdichtung / Dachflächen. Dieser Trend kommt sehr stark aus dem hügeligen Bregenzerwald mit seiner modernen Architektur mit starkem Landschaftsbezug, worauf sich der Begriff Wälderdach bezieht. Große Dachflächen fügen sich aufgrund ihrer dunklen Gestaltung harmonisch in die Landschaft ein. Von den Bergen und Hügeln gleitet der Blick ungestört über die Dachlandschaften in dunkler Ausführung. Neu gibt es diese Dachabdichtungen neben der Variante in PVC auch in ökologischer Sucoflex-TPO Ausführung. Unter dunkelgrauen Dachabdichtungen dürfen keine temperaturempfindlichen Dämmstoffe wie beispielsweise EPS verlegt werden. Es wird die Anordnung von PUR oder Mineralwolle empfohlen. Hintergrund ist, dass dunkle Dachabdichtungen Temperaturen von bis zu 120°C erreichen können und EPS Dämmstoffe ab 80°C schmelzen.

Sucoflex TM TPO für mechanisch fixierte Dächer in RAL7016 anthrazitgrau
Sucoflex TB TPO als Anschlussbahn und für Detailausbildungen in RAL7016 anthrazitgrau

Sucoflex M 2,0 mm PVC für mechanisch fixierte Dächer in RAL7015 schiefergrau
Sucoflex B 1,8 mm PVC für vollflächige Verklebung und als Anschlussbahn in schiefergrau 

 

Eine sichere Möglichkeit Diffusions- und Feuchtprobleme im Dachaufbau bei Holzkonstruktionen zu lösen, ist der Aufbau eines hinterlüfteten Dachs nach ÖNorm B 3691. Eine besonders effektive Maßnahme hierbei ist die Ausbildung von dichten aber trotzdem diffusionsoffenen Unterdächern als zweite Ebene unter der Dachabdichtung. Hier wird ähnlich einem Steildachaufbau die Dachabdichtung auf eine hinterlüftete Ebene montiert und darunter wird ein dicht verschweißtes, erhöht regensicheres Unterdach - wie beispielsweise eine Sucoflex CU Unterdachbahn - verlegt. Diese schützt in der Folge das Gebäude im Fall eines Schadens sicher vor Wassereintritt. Im Holzbau ergibt sich dabei zusätzlich die Möglichkeit die Holzkonstruktion diffusionsoffen zu gestalten. Durch diesen Aufbau sind feuchtigkeitsbezogene Probleme im Dachaufbau nahezu ausgeschlossen und Anschlussfehler in der Dampfsperre werden eher verziehen.

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Im Gegensatz zum konventionellen Flachdach ist das Umkehrdach durch eine umgekehrte Anordnung der Dämmschicht gekennzeichnet. Entgegen dem üblichen Warmdachaufbau wird die Abdichtungsebene direkt auf die tragende Konstruktion (z.B. Stahlbetondecke) aufgebracht, die Dämmebene liegt auf der Abdichtung. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Dachabdichtung vor allen Witterungseinflüssen und Belastungen geschützt ist. Durch die lediglich einlagige Verlegung der Wärmedämmung sind dem Aufbau hinsichtlich U-Wert deutliche Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund ist er vor allem bei stark belasteten Bereichen wie beispielsweise Tiefgaragen üblich.

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Auf Umkehrdächern dürfen keine Schichten aufgebracht werden, die das Ausdiffundieren von Feuchtigkeit aus den dort als Wärmedämmung aufgebrachten XPS-Platten behindern. Deshalb ist die sonst übliche Speicherschutzmatte durch ein diffusionsoffenes Trennvlies (max 175 g/m²) zu ersetzen. Wurzelschutzfolien sollten – falls notwendig – direkt auf der Abdichtung, also unter den Wärmeplatten verlegt werden. Wichtig ist darauf zu achten, dass auch die Drainagebahnen diffusionsoffen sind um ein Dampfdruckproblem zu vermeiden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Flachdachaufbau kennzeichnet das Umkehrdach eine umgekehrte Anordnung der Schichten. Die Abdichtung wird direkt auf die tragende Konstruktion aufgebracht, worauf die Wärmedämmschicht folgt. Dadurch ist die Abdichtung hervorragend gegen mechanische Beschädigung geschützt.

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Das Duodach vereint die positiven Eigenschaften eines Warmdaches mit denen eines Umkehrdaches. Wie beim Umkehrdach liegt auch hier die Dachabdichtung im warmen Bereich unter der Wärmedämmung, wird aber zusätzlich durch eine weitere Wärmedämmung unterhalb der Abdichtung ergänzt. Der Wert der unteren Dämmung sollte ein Drittel der gesamten Wärmedämmleistung nicht überschreiten. Hier übernimmt, gleich wie beim Umkehrdach, die Abdichtung die Funktion der Dampfsperre. Die obere Dämmung muss aber aus wasserfestem Material sein (in der Regel XPS), da sie sich im feuchten Bereich befindet. Dieser Aufbau eignet sich auch sehr gut um die Installationsebene im unteren Dämmbereich zu gestalten und darauf den Flachdachaufbau wie beim klassischen Duodach oder Warmdach mit Dampfsperre aufzubauen.

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