Dachdetail

Anschlüsse stellen oftmals Wartungsfugen dar. Es gibt jedoch Möglichkeiten diese dauerhaft und absolut dicht auszuführen. Verklebungen, Kittfugen oder ungünstige Materialkombinationen müssen nicht unbedingt gemacht werden. Für jeden Anschluss gibt es die optimale Lösung, egal ob es sich um Durchdringungen, Randabschlüsse, Übergänge oder Sanierungen handelt. Mit der richtigen Produktwahl ist man immer auf der sicheren Seite und sorgt so für eine lange Lebensdauer des Dachs. Flachdächer müssen nach den aktuellen Anforderungen bis zu 30 Jahre überdauern. Aus diesem Grund werden an die Anschlüsse auf dem Dach große Anforderungen gestellt. Bei den momentanen Schadensstatistiken sind fehlerhafte, oder nicht mehr funktionsfähige Anschlüsse eine der Hauptsanierungsursachen. Es sollte daher das Ziel eines jeden Verarbeiters sein die Anschlüsse dauerhaft zu gestalten, um Wartungsarbeiten möglichst gering zu halten und eine lange Lebensdauer gewährleisten zu können.

Es sollte daher das Ziel sein die Anschlüsse dauerhaft zu gestalten, um Wartungsarbeiten möglichst gering zu halten und eine lange Lebensdauer zu garantieren. Die ÖNorm B 3691 „Planung und Ausführung von Dachabdichtungen“ berücksichtigt diesen Umstand und schreibt für Dächer der Standardkategorie 2 Hochzugshöhen von 15 cm und bei Dächern Kategorie 3 eine Hochzugshöhe von 20 cm über der obersten wasserführenden Ebene vor.

Randfixierung:

Dichtungsbahnen sind bei allen Verlegearten, unabhängig von der Dachgröße, der Unterkonstruktion und den entsprechenden Schutz- und Nutzschichten, zwingend mit einem Befestigungsprofil auszuführen. Die mechanische Randbefestigung mit dem Befestigungsprofil und der Schweißschnur, ist bei allen An- und Abschlüssen, sowie bei Durchdringung mit Seitenlänge größer als 50 x 50 cm auszuführen.

Überlaufsicherer Randabschluss:

Zur Vermeidung von Wassereintritt an Dachrändern und besonders an der Attika können Dachränder mit Hilfe von folienkaschierten Blechtafeln ausgeführt werden. Durch die Blechtafeln kann die Dachbahn sicher angeschlossen werden und eventuell überlaufendes Wasser noch vor der Fassade über die gefalzten Bleche ablaufen. Durch diese Maßnahme kann die von der Norm geforderte Mindesthochzugshöhe von 15 cm unterschritten werden. Ebenfalls kann die Randbefestigung auch über diese folienkaschierten Sucoflex Blechtafeln erfolgen, wodurch ein zusätzlicher Arbeitsschritt entfällt.

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Gerade in der modernen Architektur werden an die Ästhetik immer neue und außergewöhnliche Maßstäbe gesetzt. Bei Betonbauten ist es mittlerweile oft üblich, dass kein sichtbarer Blechabschluss an der Attika ist. Am Dachrand erfolgt der Abschluss der Flachdachbahn an einem zurückgesetzten Winkel aus folienkaschiertem Blech. Dieser ist von „unten“ nicht sichtbar und beeinträchtigt daher die Optik nicht. Um diesen dicht an das Gebäude anzuschließen, wird er mit einem Sucotape Fugenband verschweißt. Dieses Band wird dann mittels Spachtelmasse an das Betonelement dicht angeschlossen und zum Schutz vor UV-Strahlen abgesandet. Durch die Anwendung des Sucotape Fugenbandes ist über die thermische Verschweißung ein sicherer Anschluss an den folienkaschierten Blechwinkel möglich und es entsteht eine homogene Abdichtung bis an den Dachrand, welche von unten betrachtet unsichtbar ist.

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Bei der Gestaltung des Wandanschlusses muss neben der Randfixierung der Dachbahn besonders auf ein mögliches Hinterlaufen des Abdichtungshochzuges geachtet werden. Die Hochzugshöhen von 15 cm (Regel bzw. 20 cm) erhöhte Anorderung sind einzuhalten. Durch die Anordnung eines Vordaches können diese auf 10 bzw. 12 cm reduziert werden. Durch eine Anordnung von Rinnen analog dem Türanschluss sind diese Höhen ebenso weiter reduzierbar.

Wandanschluss Putzfassade / hinterlüftete Fassade
Beim Anschluss der Flächenabdichtung sollte der Hochzug hinter die Putzfassade beziehungsweise die hinterlüftete Fassade gezogen werden. Hier ist es optimal wenn dies im Bauablauf bereits so berücksichtigt wird und die Flächenbahn an die Rohwand randfixiert werden kann. Im Anschluss wird eine Dämmung (z.B. 20 cm hoch) an die Wand gestellt und die Hochzugsbahn darüber und nach hinten zur Wand gezogen und dort sicher verwahrt. Durch die anschließende Fassade wird der Abschluss optimal vor Wind und Wetter verdeckt und Feuchtigkeit kann nicht über die Wand in den Dachaufbau hineinlaufen.

Wandanschluss Beton / Sichtfassade
Bei Sichtbetonfassaden und teilweise auch bei Sanierungen ist es nicht möglich den Wandhochzug sicher vor Wind und Wetter zu schützen. In diesem Fall muss direkt auf der Fassade der Wandhochzug angeschlossen werden. Wichtig ist, dass der obere Anschluss mit einem Abschlussprofil und einer dauerelastischen Fuge dicht angeschlossen wird. Es muss aber bedacht werden, dass es sich um eine Wartungsfuge handelt und diese regelmäßig erneuert werden muss. (Wartung vorsehen)

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Dachdurchdringungen wie Anschlagpunkte, Rohrdurchführungen von Solaranlagen, Dunstrohre, etc. werden derzeit noch häufig mit einer „Kittfuge“ abgedichtet. Diese Fugen stellen Wartungsfugen dar und sollten jährlich überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Es gibt jedoch die Möglichkeit den Anschluss mit einem Sucofit Schrumpfschlauch lebenslang dicht zu gestalten. Die schwarzen Sucofit sind wärmeschrumpfende Schläuche, welche innen mit einer Klebeschicht versehen sind. Beim Einbau können sie einfach über das Rohr beziehungsweise den Anschlagpunkt gezogen werden und mit einem Heißluftföhn „geschrumpft“ werden. Dadurch dichten diese den Durchbruch auch auf lange Zeit sicher ab. Es gibt auch offene Schrumpfschläuche, welche beispielsweise bei Geländerstehern seitlich angelegt, geschlossen und anschließend dicht geschrumpft werden können.

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Nicht rückstausichere Entwässerungselemente sind eine der häufigsten Schadensursachen am Dach. Besonders der Übergang zwischen Installateur und Dachdecker muss hier genau koordiniert werden. Alle innenliegenden Entwässerungselemente müssen gemäß ÖN B 3691 rückstausicher angeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall kann bei Wasserrückstau (beispielsweise bei Starkregen) das Rohr überlaufen und das Wasser dringt an der Rohrleitung vorbei in das Gebäude oder in den Dachaufbau ein.

Mit der Durchführung einer Dichtheitsprobe des Entwässerungssystems und gegebenenfalls durch Einfärben des Wassers mit Dachfarbstoff kann die Rückstausicherheit der Entwässerungselemente überprüft werden. Wichtig ist, dass alle Entwässerungselemente rückstausicher angeschlossen sind. Ebenfalls müssen die Abläufe und Gullys vor Herausziehen gesichert werden, sodass das Wasser nicht durch die Kontraktion der Abdichtung eindringen kann.

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Wenn Flachdächer nicht richtig entwässert werden, können die Folgen verheerend sein: Von der durchfeuchteten Wand bis hin zum eingestürzten Dach reichen die möglichen Schäden. Im Falle eines außergewöhnlichen starken Niederschlags dienen Notentwässerungen dazu die Regenmenge abzuführen. Neben den vorgeschriebenen zwei Entwässerungselementen (entweder zwei Abläufe, Gullys oder Speier) sind deshalb vermehrt Notentwässerungen vorzusehen. Bei einer Überlastung der primären Entwässerungsebene beziehungsweise eines Ausfalles (z.B. durch Verstopfung) leiten sie das Wasser sicher ab. Es gibt die Möglichkeit die Entwässerung über Abläufe mit Anstauringen sicherzustellen. Die gebräuchlichere Methode stellt jedoch die Anordnung von Notüberlaufspeiern dar. Diese entwässern im Notfall über die Fassade. Neben den standardmäßigen runden Notüberläufen gibt es neue rechteckige Formen, welche ein Vielfaches des Wassers ableiten können und auch in Sonderbreiten verfügbar sind um diese gut in das Fassadenbild zu integrieren. Dadurch kann das Dach vor unerwarteten Regenmengen einfach und sicher geschützt werden.

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Die Ausbildung von barrierefreien Türanschlüssen wird oftmals im Wohnbau gefordert. Hier gibt es genaue Richtlinien über die Durchführung in den österreichischen Normen.

An- und Abschlüsse müssen gemäß ÖN B 3691 an Wänden mindestens 15 cm (erhöhte Anforderung 20 cm) und an Türen mindestens 10 cm (erhöhte Anforderung 15 cm) über die oberste wasserführende Ebene (Oberkante Nutzbelag) hochgeführt und regensicher verwahrt werden. Bei Türanschlüssen, welche unter der minimalen Hochzugshöhe (10 bzw. 15 cm) liegen, muss davor ein Gitterrost eingebaut werden, sodass ein Eindringen des Wassers in das Gebäude vermieden wird. Bei Anordnung eines 120 mm breiten Terrassenrostes kann die Hochzugshöhe an Türen auf 7,5 cm (Wand 12,5 cm) reduziert werden. Bei einem zusätzlichen Vordach kann die Anschlusshöhe auf 3,0 cm (Wand 7,5 cm) reduziert werden. Bei barrierefreien Türanschlüssen ist eine Hochzugshöhe von mindestens 1 cm (erhöhte Anforderung 3 cm) vorzusehen. Die Hochzugsbahn ist dabei mechanisch an den Türstock zu befestigen. An der Außenseite der Türschwelle muss ein Terrassenrost mit mindestens 240 mm Breite eingebaut werden. Ebenfalls ist ein Vordach anzuordnen. Bei einer Verringerung der Anschlusshöhe auf mindestens 7,5 cm müssen vor den Türen 12 cm breite AMCO Gitterröste eingebaut werden. Wenn jedoch der Anschluss auf bis zu 1,0 cm reduziert wird, muss ein Vordach sowie ein 24 cm breiter Rost vorgesehen werden. Bei erhöhten Anforderungen müssen die Anschlusshöhen vergrößert werden.

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Balkone und Terrassen sind Naherholungsbereiche, die durch ihre Gestaltung wesentlich zur Entspannung beitragen. Genauso übernehmen aber die Beläge auch Schutzfunktionen für die darunterliegende Abdichtung. Hier können einfache Lösungen realisiert werden um die Flächen zu gestalten und für einen entsprechenden Trittschallschutz zu sorgen.

Terrassenbeläge werden in vielen Fällen in Splitt verlegt. Gemäß den gültigen Normen müssen bei Dachabdichtungen unter den Belägen auf Split Drainagematten angeordnet werden. Eine andere Möglichkeit bieten die Kraitec Step Platten. Diese besitzen unterseitige Drainagerillen und können somit ohne zusätzliche Drainageelemente und Splitt direkt auf die Abdichtung verlegt werden. Ebenfalls können Platten und Holzroste mit Terrassenlagern verlegt werden. Dies hat den Vorteil, dass ein großer Entwässerungsquerschnitt frei bleibt.

Bautenschutzmatten zur Trittschalldämmung (Damtec sonic) können auf Dachterrassen, Balkonen und Loggien in klassischen Aufbauten mit Betonplatten in Splittbettung oder Stelzlagern und einer Wärmedämmung verlegt werden. Eine schallschutztechnische Verbesserung ist je nach Aufbau bis zu 40 dB (mit bereits darunterliegender Dämmung) und bis zu 60 dB auf harten Untergründen (direkt auf Beton) möglich.

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Übergänge von Flach- zu Steildachbahnen sind oftmals kritische Anschlüsse, welche genau ausgeführt werden müssen. Mit den Sucoflex Flach- und Steildachbahnen besteht die Möglichkeit diese direkt miteinander thermisch zu verschweißen. Dadurch ist die Detailausbildung im Übergang sehr einfach möglich. Diese Anwendung kann Anschlussprobleme bei aufgesetzten Scheds, aber auch bei ineinander geschobenen Baukörpern lösen. Ebenfalls besteht damit die Möglichkeit innenliegende Rinnen im Steildachbereich mit einer Sucoflex C Flachdachbahn abzudichten und diese an die Sucoflex CU Unterdachbahn anzuschließen. Das gleiche Prinzip ist bei versteckten außenliegenden Rinnen möglich. Dadurch können einfach und schnell die Anschlüsse bewerkstelligt werden und es kann darauf vertraut werden, dass sie dauerhaft beständig bleiben. Ebenfalls sind die Übergänge keine Wartungsfugen und sollten regelmäßig kontrolliert werden.

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Große Dachflächen werden durch Abschottungen in mehrere kleinere Flächen unterteilt. Dabei wird die Dachabdichtung auf die Dampfsperre beziehungsweise die Notabdichtung geführt und dicht angeschlossen. Ein allfälliger Wassereintritt in das Flachdach kann sich nicht über die ganze Fläche ausbreiten und das Leck ist somit leicht auffindbar.

TPO Dachbahnen können direkt an die bituminöse Dampfsperre sandwichartig angeschlossen werden. Bei PVC Abdichtungen ist ein Sucotape Fugenband als Übergangsband notwendig.

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Die Ausführung der Dampfsperre kann neben der Hauptfunktion auch die Funktion eines Notdaches übernehmen. Hierzu wird in der Regel ein 5 mm starkes Bitumen (mit Diffusionswiderstand sd>1000 m unter TPO oder Bitumendächer) verwendet. Dieses kann dicht verflämmt werden und erfüllt somit die Funktion der Bauphasenabdichtung. Eine Bitumenbahm mit Alu-Einlage gilt nur für maximal 1 Monat als Notdach. Dies ist dann beim Bauablauf entsprechend zu beachten bzw. auf ein anderes Produkt mit längerer Notdachfähigkeit auszuweichen.

Um die Entwässerung des Notdaches in der Bauphase und auch in weiterer Folge als Notdach unter der Abdichtung zu bewerkstelligen hat es sich bewährt Speier zu setzen. Diese entwässern während der Bauphase effektiv ohne aufwendige Leitungsverlegung und haben in weiterer Folge den Vorteil, dass sie als Kontrollstutzen fungieren können.

Nach dem Bauarbeiterkoordinationsgesetz können auch Eigentümer, Bauherren, Hausverwaltungen und Planer zur Rechenschaft gezogen werden, wenn Dachflächen nicht ausreichend gegen Absturz und Durchsturz geschützt sind, beziehungsweise keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. Ebenfalls ist es für die Reputation eines jeden Verarbeiters und Architekten wichtig, wenn von ihm durchgeführte Bauvorhaben sicher den täglichen Witterungseinflüssen Stand halten und auch noch nach längerer Zeit keine Schäden aufgrund schlechter Materialien aufweisen.

Sicherheitsausstattungen reichen von Einzelanschlagpunkten, über spezielle Anschlagpunkte für alle gängigen Untergründe bis hin zu Seil- und Schienensystemen. Es kann somit jedes Dach optimal ausgestattet werden. Zusätzlich können für die verschiedenen Herausforderungen individuelle Lösungen entwickelt werden.

Durchsturzsicherungen mit in Lichtkuppeln integrierten Durchsturzsicherung sind simpel aber wirkungsvoll. Ein Edelstahlnetz, das im Werk zwischen den Schalen der Lichtkuppel montiert wird, schützt Personen die sich auf dem Dach befinden vor Durchfallen. Es ist kein zusätzlicher Auf- oder Umbau notwendig, und das Nachrüsten bestehender Lichtkuppeln gestaltet sich einfach und kostengünstig.

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Wir finden für jedes Problem die richtige Lösung...
Unsere Kompetenz und Erfahrung konnten wir schon bei vielen schwer zu lösenden Problemen für unsere Kunden nutzen.

Abdichtung von Ausstellungen und Theaterstücken
Dachabdichtung mit ETFE Folienkissen (Rinnenabdichtung)
Notdächer - Planenkonfektion
Haltelösung für Solaranlagen mit Einfassung oder Durchdringungsfrei